eBook-Reader als Streckenflugrechner

Kobo mini mit XC Soar und GPS-Empfänger

Auf der Suche nach einem Ersatz für mein mittlerweile in die Jahre gekommenen IPAQ 3850 als Streckenflugrechner, bin ich auf der Berliner Meisterschaft 2013 bei einem Teilnehmer über den Kobo-mini eBook-Reader gestolpert. Die Vorteile lagen erstmal auf der Hand:

  • sehr gut ablesbares 5″-E-Ink-Display (800x600px)
  • lange Akkulaufzeit (im Lesebetrieb 1 Monat)
  • günstiger Preis (40€ bei Conrad, teilweise 29€)
  • handliche Größe und Gewicht (134g)

Da der Kobo-mini KEINEN eingebauten GPS-Empfänger von Haus aus mitbringt, stellte sich zunächst die Frage wie man den Kobo mit Positionsdaten füttern kann. Da der Kobo USB-Host (OTG) unterstützt, kann er über einen Seriell->USB Adapter mit Daten aus dem Flarm versorgt werden. Wer eine Stand-alone-Lösung bevorzugt und nicht umbedingt aufs Flarm-Radar angewiesen ist, kann sich mit nem seriellen GPS Empfänger (z.B. Navilock NL-521ETTL, ~30€) behelfen. Auf dem Titelbild wurde dem Empfänger noch ein ABS-Gehäuse für weniger als ein Euro spendiert. Wenn man sich die interne TTL-Schnittstelle nach außen legt, kann man den Kobo trotz angeschlossenem GPS-Empfänger über die Micro-USB Buchse laden. Ohne Nachladen und Zusatzakku hielt der Kobo bei mir ca. 7,5 Stunden durch.

Als Software läuft dann übrigens XC Soar, welches Max Kellermann für den Kobo angepasst hat. Mehrere, teils gut bebilderte Anleitungen und Systembeispiele sind im Gleitschirm- und Drachenforum zu finden.

Fazit: Für zusammen ca. 70€ und 2 Stunden Arbeit mit Installation und Löten gibts einen wirklich leistungsfähigen, gut ablesbaren IPAQ-Ersatz, der für durchschnittliche Streckenflüge bis 7 Stunden komplett ohne Ladung auskommt.

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